Ralf Lambert, seit 7 Jahren Chef der Intergast, sieht die Gastronomie vor großen Herausforderungen, welche die Branche aber langfristig händeln kann.

Seit Ausbruch des russischen Angriffskrieges stehen Lieferanten und Händler vor nie dagewesenen Herausforderungen. Produkte, die essenziell sind für die Gastronomie wie Sonnenblumenöl oder Weizen wurden zur Mangelware auf dem gesamten Weltmarkt.


Der Produktmangel und auch der Rohstoffmangel, wie beispielsweise bei Gas, führen zu enormen Preiserhöhungen. „Wir wehren uns gegen die Preiserhöhung. Wir verstehen die Lage im Gesamtmarkt, manches trifft uns auch, aber die Kurzfristigkeit können wir nicht zulassen. Wir sind selbst durch Kontrakte und Preisabsprachen gebunden. Man kann von uns nicht erwarten, dass wir innerhalb von kürzester Zeit die gewünschten Preisveränderungen umsetzen“ sagt Lambert gegenüber der AHGZ. Es sei schlecht gewesen sich bei essenziellen Rohstoffen von wenigen Ländern oder Unternehmen zu machen, Lambert sieht nun die Politik in Zugzwang. Aber auf Dauer wird der Markt sich regeln. Dieser müsse mehr Diversität aufweisen um künftig bestand zu haben, sprich weniger kleinteiligere Produktionen, etc.


„Solange Krieg in der Ukraine währt, kann es kein New Normal bei Lieferketten und Preisentwicklung geben“, so der Chef der Intergast. Für mittelständische Unternehmen sieht er keine Gefahren, durch Corona haben sie gelernt flexibel zu innovativ zu sein und das wird sich auch bei dieser Krise auszeichnen.
Schließlich werde immer gegessen „und Corona hat gezeigt, dass die Menschen auch in schwierigen Zeiten auf soziales Leben nicht verzichten wollen“.